Zu meiner Ausstellung im Atelierhaus Rosa in München

Als ich die Gelegenheit bekam, im Atelierhaus Rosa in München auszustellen, war mir sofort klar, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, dort eine Ausstellung zu konzipieren: 1. mit der strengen Architektur oder 2. gegen die strenge Architektur.

Das Atelierhaus Rosa ist eine Skulptur, die ein Atelier ist, geplant und gebaut als ein Arbeitsraum für einen Bildhauer. Die einfachen und klaren Formen betonen die Senkrechten, die großen Glasflächen lassen viel Licht und den umgebenden Garten herein.

Meine abstrakten Marmorskulpturen, die sich mit den Themen Kopf und kauernde Figur auseinandersetzen, scheinen mir am besten geeignet in den Dialog mit Hermann Rosas Architektur zu treten.

Gemeinsam ist der Architektur und den ausgestellten Skulpturen die abstrahierte und reduzierte Formensprache, die ruhig und klar ist. So können sich Architektur und Skulptur „unterhalten“, und der Betrachter kann zur Ruhe kommen.